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Reisekalender

Rückblick Kroatien-Rundreise

Auf den Spuren der UNESCO-Weltkulturstätten
19.09. – 27.09.2021

Fahrer Rainer Dickemann
Reiseleitung Petra Nikolic


Erfasst von Petra Nikolic | September 2021
© MÜLLER REISEN

01 Anreise nach Zagreb | Sonntag, 19.09.2021

Wir mussten morgens sehr zeitig- mitten in der Nacht- aufstehen und wurden mit dem Taxi abgeholt. In Massenbachhausen wartete bereits der Bus und unsere Reiseleiterin Petra Nikolic auf uns. Über die Autobahn A6 ging es zur Raststätte Kammersteiner Land, wo Rainer Dieckemann zustieg und den Bus für die Fahrt übernommen hat. Über Nürnberg ging es nach Österreich auf der A3 über Wels und Graz in der Steiermark nach Slowenien, vorbei an Maribor und Ptuj nach Kroatien, zu unserem ersten Etappenziel Zagreb ins 4*-Hotel International. Das Abendessen im Hotel war ein Buffet.

 

02 Zagreb - Plitvicer Seen | Montag, 20.09.2021

Um 09:00 Uhr wartete unser Stadtführer Bruno auf uns an der Rezeption und wir brachen zu einer Rundfahrt durch Zagreb auf. Bei der kleinen Stadtrundfahrt sahen wir das herrliche Opernhaus aus der K.u.K-Zeit und erfuhren, dass die gelbe Farbe die „Kaiserfarbe“ ist, an der man alle Gebäude aus dieser Kaiserzeit erkennen kann. U.a. sahen wir auch das runde Gebäude, heute Museum, das schon als Moschee genutzt wurde- wo heute der Springbrunnen ist, war der Platz für die rituellen Waschungen. Das Minarett ist aber abgerissen worden. Schäden durch das Erdbeben 2020 waren an vielen Gebäuden noch gut zu erkennen. An der Fußgängerzone sind wir ausgestiegen, haben € in die Landeswährung Kuna (1 € = 7,48 HK) gewechselt und die Stadt weiter zu Fuß erkundet. Am „Steinerne Tor“, mit dem Gnadenbild der Mutter Gottes, konnten wir Zeugen der tiefen Frömmigkeit der Menschen werden. Bei einem Erbeben 1731 und dem darauffolgenden Brand wurde das alte Tor zerstört, wie durch ein Wunder ist das Gnadenbild nicht zerstört worden. Deshalb hat man an dieser Stelle das Tor wieder aufgebaut und darin ist das Gnadenbild zur Gebetsstätte mit vielen Votivtafeln geworden. Das heftige Erbeben 2020 war an Ostern, morgens um 06:00 Uhr – und bedingt durch Corona waren die Leute nicht in der Frühmesse- weshalb es auch fast keine Todesopfer gab. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte es vermutlich viele Tote gegeben – auch das ein Wunder? Wir konnten die Kathedrale und die St. Markuskirche (Sveti Marco) in der Oberstadt wegen der Schäden leider nicht besichtigen. Hier haben wir auch das erste Mal vom Erfinder Nicola Tesla gehört, der den Wechselstrom erfunden hat und in Konkurrenz zu Edison stand. Nach der Stadtführung hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung und konnten auf eigene Faust z.B. den gedeckten Markt mit seiner großen Auswahl an regionalen Produkten besuchen. Pünktlich waren alle zurück am Treffpunkt und wir fuhren weiter zu unserem 4* -Hotel Mirjana in Rastoke. Erste Wasserfälle konnten wir bei einem kleinen Spaziergang in Rastoke bereits bewundern. Einen Aperitif nahmen wir in einer Kneipe, über dem tosenden Wasser sitzend. Ein köstliches Abendessen wurde uns im rustikalen Hotel serviert.

 

03 Nationalpark Plitvicer Seen  & Makarska Riviera | Dienstag, 21.09.2021

Um 08:00 Uhr war die Abfahrt durch den Nationalpark zu den Plitvicer Seen, wo wir von Slava begrüßt wurden. Sie erklärte uns an der großen Schautafel die Seenlandschaft und ihre Entstehung. Auf hölzernen Stegen ging es auf- und ab durch die grandiose Natur. Wir bestaunten große und kleine Wasserfälle und die traumhaft schönen türkisfarbenen Seen mit ihren Fischen. Jetzt wissen wir auch wo die Höhle ist, in die Winnetou sein Volk im Film „Schatz im Silbersee“ in Sicherheit brachte – und haben gefühlte tausend Fotos gemacht. Nach einer gemütlichen Schifffahrt über den See ging es wieder bergauf zum Hotel Jezero, wo Rainer mit dem Bus bereits auf uns wartete. Müde von der Wanderung genossen wir die gemütliche Busfahrt, die Landschaft verwandelte sich im Laufe der Fahrt in eine Karstlandschaft mit niedrigem Bewuchs und vielen Steinen. Wir durchfuhren das massive Velebit-Gebirge durch den Tunnel Sveti Rok (Heiliger Rochus) und machten Rast an der Raststätte mit grandiosem Blick auf die Krka-Mündung. Endlich war dann auch das Meer zu sehen und wir kamen an die Makarska-Küste nach Brela. Unser 4*-Bluesun Hotel Solin liegt an der Promenade, unten- direkt am Meer. Rainer musste auf den Hotelparkplatz rückwärts einparken- mit nur wenigen Zentimetern Platz nach allen Seiten. Hier stellte er seine super Beherrschung des Busses und hervorragenden Fahrkünste wieder unter Beweis. Im schönen Bluesun Hotel Solin sind wir 2 Nächte geblieben.

 

04 Dubrovnik | Mittwoch, 22.09.2021

Frühmorgens sind wir zum Ausflug nach Dubrovnik aufgebrochen. Vorbei kamen wir an der Halbinsel Peljesac mit der Austernzucht und der langen Stadtmauer (Chinesische Mauer von Plejesac) von Ston. Wir waren überrascht vom Neretva-Delta mit seinen vielen schwimmenden Mandarinenplantagen. Da gerade die Mandarinenernte begonnen hat, hat Petra Mandarinen gekauft und wir konnten die köstlichen, frischen Früchte verkosten. Weiter ging es zur Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Da es eine EU-Außengrenze ist, wurde streng kontrolliert – aber nach wenigen Kilometern ist man bereits wieder in Kroatien. In Dubrovnik trafen wir pünktlich ein, wo uns Stadtführer Mladen bereits erwartete. In perfektem Deutsch erzählte er uns viel von der Geschichte der Stadt- von Ragusa, wie es früher mal hieß, den Stadtvätern, Venezianern und auch vom „Heimatkrieg“- wo die Weltkulturerbe Stadt trotz UNESCO-Auszeichnung von der jugoslawischen Armee bombardiert wurde und viele Schäden davontrug. Wir hatten noch Zeit zur freien Verfügung, um auf eigene Faust durch die verwinkelten Gassen zu schlendern und dieses schöne Ambiente zu genießen. Auf der Rückfahrt haben wir am Neretva-Delta an einem der zahlreichen Stände gehalten und konnten Mandarinen, Honig und andere Köstlichkeiten einkaufen. Die Magistrale entlang gondelten wir wieder zurück nach Brela ins Hotel Solin.

 

05 Dalmatien: Split - Trogir - Sibenik | Donnerstag, 23.09.2021

Nach dem Verladen der Koffer fuhren wir entlang der Magistrale zur nächsten UNESCO-Weltkulturerbestätte, nach Split. Unsere Gästeführerin Josipa erwartet uns vor den Mauern des Diokletians-Palastes. Wir gingen durch die Keller und haben erfahren, dass die Nachfahren der Römer ihren Abfall in die Räume entsorgt habenmit der Zeit waren sie aufgefüllt und wurden somit vor der Zerstörung bewahrt. Damit konnte man auch die Räumlichkeiten des Palastes genau identifizieren. Der Geist der Römer weht noch heute durch die Straßen, Sphinx und die „Römischen Soldaten“ vermitteln uns diese Epoche. Berührt hat uns auch der Gesang des Männertrios, die uns mit ihren wunderschönen Stimmen den Klapa-Gesang vorgetragen haben. Es blieb noch Freizeit, dann sind wir weiter gefahren nach Trogir. Die Altstadt liegt auf einer Insel, über die Brücke des Flusses Fosa gelangten wir zur Stadtmauer und dem Stadttor. Wir erkundeten mit Josipa die mittelalterliche Stadt aus dem 16. Jhd, die noch komplett erhalten ist und einen ganz besonderen Charme besitzt. Sie ist zu Recht ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir fuhren weiter nach Sibenik zur großzügigen Hotelanlage Amadria Park ins 4*-Hotel Jakov. Die Hotelanlage liegt direkt an der Meeresbucht und hat einen wunderschönen Kieselstrand.

 

06 Krka Wasserfälle - Sibenik | Freitag, 24.09.2021

Am Morgen trafen wir unsere Gästeführerin Irena, die uns zu den Krka-Wasserfällen begleitete. Hier zeigte sie uns im Museum die „Waschmaschine“ und erklärte die Funktionsweise der Mühle, bevor wir auf den hölzernen Stegen durch den Nationalpark gingen. Überall wunderschön blühende Alpenveilchen und in der Sonne stehenden Fische, die genau wussten, dass sie nicht gefangen werden dürfen. Die rauschenden Wasserfälle und Teiche sind beeindruckend und sehr sehenswert. Auch hier wurden Karl May-Filme gedreht, die man bei uns immer wieder im Fernsehen sieht. Die gemütliche Bootsfahrt über das schöne Wasser und die Ruhe haben wir sehr genossen. In Skradin sind wir an Land gegangen und durch den Ort spaziert. Am Treffpunkt hat uns Rainer dann pünktlich wieder eingesammelt.Weiter ging die Fahrt nach Sibenik, wo uns Irena mit einem Lachen erklärte, warumdie Sibeniker Frauen den Ruf haben, gefährlich zu sein. Die venezianische Altstadt auf- und ab ging es zur Kathedrale Sveti Jakov, die ebenfalls ein UNESCOWeltkulturerbe ist. Berühmt sind die 71 Köpfe von Bürgern der Stadt, die die Fassade zieren. Der Meister war der Meinung, dass die Kirche für die Bürger ist und nicht für die Bischöfe und hat daher die Bürger verewigt. Auch hier sind wir Nicola Tesla begegnet. Irena zeigte uns eine Straßenlaterne – so sah die elektrische Beleuchtung in Sibenik aus, und stolz erklärte sie, dass Sibenik noch vor Wien die elektrische Straßenbeleuchtung hatte. Eine Besonderheit waren auch die kleinen Tröge an den Hauswänden, in denen die Bewohner im Mittelalter, zur Zeit der Pest, die Hunde mit Wasser versorgt haben. Es war ein heißer und anstrengender Tag, müde kehrten wir ins Hotel Jakov zurück.

 

07 Zadar - Opatija | Samstag, 25.09.2021

Jetzt hieß es wieder Koffer packen und weiter ging die Fahrt in Richtung Opatija. Zuerst haben wir aber mit der sehr engagierten Gästeführerin Vlatka die UNESCOWeltkulturerbe Stadt Zadar angeschaut. Sie hat uns zuerst zur Sonnenuhr und dann zur Meeresorgel geführt. Der „Gruß an die Sonne“ besteht aus einer unglaublichen Glasscheibe mit 22 m Durchmesser, in die 300 Solarzellen integriert sind. Diese senden in der Nacht die Sonnenenergie in Form von blauem Licht wieder zurück. Die Meeresorgel besteht aus Röhren, die in die Treppenabsätze einbetoniert sind und je nach Wellengang tiefe, durchdringende Pfeiftöne erzeugt. Ein unwirkliches Konzert, das immer anders klingt. Bewunderung haben wir für den Architekten Nikola Basic, der diese beiden Installationen im Jahr 2005 errichtet hat. Beobachtet haben wir auch die vielen Fische, die wohl vom Schwimmmarathon irritiert waren und ganz nah an der Oberfläche schwammen. Wir kamen dann zur Donat Rundkirche, deren Fundamente Teile des römischen Forums bilden. Das römische Forum war erst nach dem 2. Weltkrieg entdeckt worden. Die italienisch besetzte Stadt wurde von den Amerikanern bombardiert und beim Abräumen des Schuttes stieß man auf das Forum. Weiter ging es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, Vlatka zeigte uns mit viel Herz und interessanten Details ihre Stadt. Die Führung beendeten wir auf dem Platz der 5 Brunnen und im Park hatten wir noch einen schönen Blick auf den venezianischen Löwen. Gelernt haben wir, dass der venezianische Löwe mit geschlossenem oder geöffnetem Buch dargestellt wird- je nachdem, ob sich Venedig mit den Osmanen im Krieg befand: war das Buch geschlossen, herrschte vermutlich Krieg. Nach der Stadtführung war noch Zeit für Einkäufe in dieser lebendigen und quirligen Stadt. U.a. war hier seit 400 Jahren der Sitz der Firma Maraska, die den Likör Maraschino und andere typische Schnaps-Spezialitäten herstellt. Nach der Mittagspause wollten wir eigentlich über die Küstenstraße nach Opatija, mussten aber zurückfahren, da die Magistrale wegen eines Unfalls gesperrt war. Also fuhren wir über die Autobahn nach Opatija. Unterwegs machten wir Pause, Rainer kredenzte uns Kaffee mit Keksen und Petra gab uns Slivovic, Kruskovac sowie Julischka (= gemischt Kruskovac mit Slivovic) zu probieren. Besonders interessant schmeckte auch der Lavendelhonig auf Brot, den Petra im Neretvatal gekauft hatte. In Opatija sind wir im 4* Grand Hotel Atlantic untergebracht gewesen.

 

08 Opatija - Adelsberger Grotten - Bled | Sonntag, 26.09.2021

Mit dem Gästeführer David sind wir am Vormittag durch Opatija geschlendert und haben die mondänen Villen aus der Habsburger Zeit bestaunt. Dann mussten wir Abschied nehmen von der schönen Adria und haben uns auf den Weg nach Slowenien, nach Bled gemacht. Die Landschaft änderte sich radikal, es wurde alpiner und bewaldet mit Eichen und Buchen. Unser erstes Ziel war die Adelsberger Grotte, die Postojnskja Jama- ein Wunderwerk der Natur. Mit dem Zügle ging es zuerst 2 km ins 10° kalte Innere des Berges, durch gigantische Hohlräume, vorbei an Stalaktiten und Stalagmiten. Was wir jedoch bei unserer weiteren Besichtigung zu Fuß zu sehen bekommen haben war von atemberaubender Schönheit. Ob Kalvarienberg oder Spaghettisaal, Opernsaal oder Grottenolm (wegen seiner weißen Haut auch Menschenfisch genannt) überwältigend, diese uralten Wunder der Natur so hautnah sehen und anfassen zu können. 0,3 mm wachsen die Tropfsteine in 100 Jahren- das bedeutet, dass viele Tropfsteine schon Zehntausende Jahre alt sind. Zwar war der Fußmarsch sehr anstrengend, aber auf jeden Fall ein unbeschreibliches Ergebnis. Zurück fuhren wir den gleichen Weg, wieder 2 km mit dem Zügle- und die frische Luft hatte uns wieder. Bei der Weiterfahrt nach Bled waren wir in Gedanken immer noch in der Grotte. In Bled sind wir direkt am See untergebracht gewesen, im 4* -Park Hotel. Direkt gegenüber thronte die schön beleuchtete Burg Bled.

 

09 Bled - Heimreise | Montag, 27.09.2021

Morgens zeitig, um 08:30 Uhr war Abfahrt in Richtung Heimat, durch den Karawankentunnel nach Kärnten und weiter durch das Salzburger Land nach Deutschland. Über die Autobahn A8 über München und Stuttgart nach Heilbronn, natürlich mit den vorgeschriebenen Pausen, die Rainer strikt eingehalten hat. In einer der Pausen hat er uns nochmal mit Sekt verwöhnt und so kamen wir gut gelaunt und ohne Zwischenfälle oder Staus bereits um 18:30 Uhr in Massenbachhausen an, wo bereits die Taxen für die Fahrt nach Hause warteten. Eine wunderschöne Reise, auf der wir viel gesehen und erlebt haben. Insgesamt sind wir 3.205 km gefahren Dovidjenja Hrvatska – Auf Wiedersehen Kroatien!